Über die Mitgliedschaft im deutschen Golfclub
Was Sie über eine Mitgliedschaft in einem Golfclub wissen sollten:
Bevor Sie den Golfplatz stürmen, haben wir noch einige Tipps und Hinweise für Sie.
Deutsche Golfclubmitgliedschaft – Ihre Eintrittskarte in die Welt des Golfsports
Rund
800 Golfclubs in Deutschland sind im Deutschen Golf Verband
organisiert. Der Deutsche Golf Verband gibt an die Mitglieder seiner
Golfclubs den in Deutschland so wichtigen Golfclub-Ausweis aus. Um in
Deutschland Golf spielen zu dürfen, benötigen Sie eine Platzerlaubnis
(siehe unten) und eine Golfclubmitgliedschaft in einem dieser 800
Golfclubs.
Mit dieser Mitgliedschaft erhalten Sie die Berechtigung, auf nahezu jeder Golfanlage in Deutschland (und weltweit) gegen Entrichtung eines Greenfees (Benutzungsgebühr) Golf zu spielen. Genau diese Mitgliedschaft vermittelt Ihnen CP Golf Web Marketing in einem anerkannten Golfclub, der dem Deutschen Golf Verband angehört. Ohne Golfmitgliedschaft können Sie lediglich auf den wenigen öffentlichen Kurzplätzen spielen, auf Driving Ranges der Golfclubs üben, aber nicht an Turnieren teilnehmen.
ACHTUNG: Bitte achten Sie darauf, dass es sich bei dem erworbenen Golf-Ausweis um eine Mitgliedschaft in einem Golfclub handelt, der dem Deutschen Golf Verband angehört. Einige Anbieter im Internet und in Zeitungen bieten dubiose (teils selbst gedruckte) Phantasieausweise ausländischer Golfclubs (Neuseeland, Irland, Skandinavien, Thailand, …) bzw. so genannte Handicapcards an, die keinerlei Wert besitzen und mit denen Sie keine Spielberechtigung auf deutschen Golfclubs besitzen. Lediglich mit einem deutschen Ausweis können Sie problemlos auf allen deutschen Golfplätzen spielen.
Informationen zur freiwilligen Kennzeichnung der Golf-Ausweise:
Seit 2009 gibt es in Deutschland eine neue freiwillige Kennzeichnung der Golf-Ausweise. Bis zur Saison 2008 mussten alle Golf-Ausweise von Fernmitgliedschaften mit einem Kürzel „eS“ für „eingeschränktes Spielrecht“ auf der Rückseite des Golf-Ausweises versehen werden. Diese Negativkennzeichnung ist entfallen und wurde durch eine freiwillige (positive) Kennzeichnung ersetzt.
An dieser neuen Kennzeichnung nehmen derzeit ca. 65% der deutschen Golfclubs teil. Teilnehmende Golfclubs können sich je nach Struktur Ihrer Mitglieder bzw. nach dem Spielrecht, welches die Mitglieder auf der Anlage besitzen, ein silbernes bzw. goldenes Hologramm auf den Golf-Ausweis drucken lassen. Dafür müssen alle Mitgliederdaten dem Verband zur Prüfung offen gelegt werden.
Unterschieden werden insgesamt vier Varianten der Ausweise:
- Grüne Golf-Karten ohne Hologramm: Diese Karten werden an alle Mitglieder der DGV-Golfclubs ausgegeben, die nicht an der Kennzeichnung der DGV-Ausweise teilnehmen. Also in etwa an 35% der deutschen Golfer. Laut Statuten des Deutschen Golf Verbandes können Spieler, die ein Mitgliedschaftsmodell gewählt haben, bei dem Sie nicht den vollen Jahresbeitrag im Golfclubs entrichten, nur diese normalen grünen Golf-Ausweise des Deutschen Golf Verbandes erhalten.
- Grüne Golf-Karten mit silbernem Hologramm "vS": Diese Ausweise werden an Golfer ausgegeben, die ein volles Spielrecht auf der Heimatanlage besitzen, aber deren Heimatclub aus Mitgliedern besteht, die ihren Wohnsitz weiter als 100 Kilometer vom Golfclub entfernt haben. Der Golfclub besteht also hauptsächlich aus Fernmitgliedern.
- Grüne Golf-Karten mit silbernem Hologramm "R": Diese Art des Ausweises erhalten Sie, wenn Sie in einem Golfclub sind, in dem 90% der Clubmitglieder innerhalb von 100 Kilometern um den Heimatclub wohnen. Das "R" steht für die Regionalität des Clubs. Wenn Sie diesen Ausweis haben, ist ganz klar ersichtlich, dass Sie kein volles Spielrecht geniessen (sonst hätten Sie ein goldenes Hologramm "R/vS").
- Grüne Golf-Ausweise mit goldenem Hologramm "R/vS": Diese Ausweise werden ausschließlich an Golfer vergeben, deren Club zum Großteil aus heimatclubnahen Mitgliedern besteht und die ein volles Spielrecht auf der Heimatanlage genießen. Dieses Hologramm werden Sie ausschließlich mit einer Vollmitgliedschaft erhalten, sofern der Golfclub an der freiwilligen Kennzeichnung teilnimmt.
Typisch deutsch und herrlich kompliziert, wie wir finden!
Für Sie wichtig: die Auswirkungen der neuen Kennzeichnung für Sie als Fernmitglied
Es gibt keine großen Auswirkungen! Manche Golfclubs in Deutschland nehmen seit drei Jahren den Hologramm-Aufdruck zum Anlass, die Greenfee-Preise zu differenzieren. So liest man bei einigen Clubs v.a. im Münchener, Nürnberger, Frankfurter oder Stuttgarter Raum, dass Spieler mit einem goldenen Hologramm einen Greenfee-Rabatt erhalten und damit günstiger am Nachbar-Golfplatz golfen. Golfer ohne Hologramm spielen dann meist zu einem 10€ höherem Greenfee Ihre 18-Loch-Runde.
Da man aber mit maximal 199€ im Kalenderjahr für eine Fernmitgliedschaft im Vergleich zu einer Vollmitgliedschaft (die durchschnittlich 1.550€/Jahr kostet) deutlich geringere Fixkosten hat, finden wir den Zuschlag bei besonders lohnenswerten Golfplätzen gerechtfertigt.
Sollten Sie mit der Greenfee-Politik des eines Clubs nicht ganz einverstanden sein, so testen Sie doch einfach mal den Nachbarclub, der sich vermutlich über Sie als Greenfee-Spieler freut. Sie müssen wissen, dass die Golfclubs aus wirtschaftlichen Gründen auf das Greenfee der Golfer angewiesen sind. Darüber hinaus gibt es in Deutschland inzwischen an die 800 Golfclubs, was den Konkurrenzkampf unter den Golfclubs natürlich anheizt.
Wir in unserer Vermittlungsagentur spielen seit Jahren als Fernmitglieder in ganz Deutschland Golf. Bis dato mussten wir in den seltensten Fällen einen Greenfee-Aufschlag zahlen und konnten meist gegen das reguläre Greenfee Golf spielen. Abgewiesen wurden wir nie – auch nicht, wie Spieler zweiter Klasse behandelt!
Man muss natürlich wissen, dass die Golfclub ein sogenanntes Hausrecht besitzen. So möchten manche elitäre Clubs nur Clubmitglieder und maximal deren Gäste auf dem Platz haben und lieber unter sich bleiben. Andere Clubs haben eine Handicap-Vorgabe, sodass man dort beispielsweise am Wochenende erst ab HCP 28 oder 36 spielen darf.
Wir führen regelmäßig unter unseren fast 10.000 Golfern aus dem In-und Ausland und bei den deutschen Golfclubs Umfragen durch. Diese Ergebnisse erhalten wir:
- Abgewiesen wurden unsere Golfer mit dem grünen Ausweis nie.
- Greenfee-Spieler sind auf (fast) allen Plätzen willkommen.
- Es kam in Einzelfällen dazu, dass Golfer einen Greenfee-Aufschlag zahlen mussten. Dieser hielt sich zumeist mit 10-15€ im Rahmen.
- Außerhalb Deutschlands ist die Hologramm-Kennzeichnung völlig unbekannt und keiner käme auf die Idee, mehr Greenfee zu verlangen.
Die Golf-Platzreife – Die notwendige Voraussetzung für eine Golfmitgliedschaft
Um eine Golfmitgliedschaft in einem deutschen Golfclub erwerben zu können, benötigen Sie eine Platzreife bzw. ein bestehendes Handicap. Eine offizielle Platzreife besteht, vergleichbar mit dem Autoführerschein, aus einer praktischen und einer theoretischen Prüfung. Sie können diese Platzreife an nahezu jedem der 800 deutschen Golfclubs absolvieren. Golf-Web-Marketing bietet Platzreifekurse nach DGV-Standards in Verbindung mit dem Golfclub Bitburg-Baustert e.V. an. Nähere Informationen finden Sie hier.
Mit der bestandenen PE-Prüfung und der Golfmitgliedschaft haben Sie Ihre Eintrittskarte in die Golfwelt.
Handicap
Nachdem Sie Ihre Golf-Platzreife erfolgreich absolviert und eine Golfmitgliedschaft erworben haben, können Sie an vorgabewirksamenTurnieren teilnehmen, um Ihr Handicap zu verbessern. Mit der Platzreife haben Sie sich Handicap 54 (Ihr Start-Handicap) erworben. Handicap 54 bedeutet, dass Sie für eine 18-Loch Golfrunde 54 Schläge mehr als vorgesehen (Par; meistens 72 Schläge für 18 Loch) benötigen; also 126 Schläge. Das Handicap dient dazu, Golfer unterschiedlicher Spielstärken besser miteinander vergleichen zu können. Ein Handicap-54-Golfer darf also 126 Schläge für 18-Loch benötigen, um sein Handicap zu spielen, während zum Beispiel ein Handicap-28-Golfer nur 72 plus 28 (also 100) Schläge benötigen darf, um sein Handicap zu spielen.
Sie verbessern Ihr Handicap, indem Sie an vorgabewirksamen Turnieren teilnehmen und besser als Ihr Handicap spielen. Zunächst gelingt das dem Durchschnittsgolfer in recht großen Schritten, während es später (ab ca. Handicap 20) in relativ kleinen Schritten weitergeht. Ein Profi hat Handicap Null, das bedeutet, er spielt einen 18-Loch-Golfclub mit den dafür vorgesehenen 72 Schlägen und nicht mehr …
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Verbessern Ihres Handicaps!
Übernahme Ihres alten Handicap auf dem neuen Golfclub-Ausweis
Sollten Sie bereits einmal Mitglied in einem deutschen Golfclub gewesen sein, so akzeptieren wir natürlich das Handicap, dass Sie sich an diesem Club erspielt haben. Senden Sie uns einfach eine Kopie oder ein Foto Ihrer alten Golfclub-Karte, oder die Service- und Ausweisnummer Ihres Ausweises aus dem letzten Golf-Kalenderjahr oder ein letztes Vorgabestammblatt dieses Clubs zu, und wir übernehmen dieses Handicap für Sie. Sollten Sie keinen Nachweis mehr vorliegen habne, so kontaktieren Sie einfach Ihren ehemaligen Club und bitten diesen um eine Handicap-Bestätigung.